 |  Der Debüt-Erfolg machte es möglich. Boris Becker bleibt weitere drei Jahre "Chairman" am Hamburger Rothenbaum.
Der dreimalige Wimbledonsieger und seine finanzstarken Partner haben sich nach harten Verhandlungen mit dem Deutschen Tennis Bund (DTB) geeinigt und am Rande des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon den neuen Kontrakt besiegelt. Für die Vermarktungsrechte erhält der DTB eine Garantie, die er sich in diesem Jahr mit 1,5 Millionen Euro honorieren ließ. Einzelheiten über den neuen Vertrag wurden nicht bekannt.
"Wir haben einen Start hingelegt, der Mut macht", sagte Becker, nachdem er den Vertrag mit DTB-Präsident Georg von Waldenfels unterschrieben hatte. Er hatte sich bei der mit einem neuen Konzept zwischen Show, Unterhaltung und Sport glänzenden Veranstaltung in seiner Rolle als Chairman profiliert.
Becker, seine Partner Hans-Dieter Cleven und Heiner Kamps sowie sein Team übernehmen mit dem DTB die Vermarktung und die Event-Gestaltung.
"Wir alle haben 2003 am Hamburger Rothenbaum ein tolles Tennis-Produkt abgeliefert", sagte von Waldenfels in London. " Zunächst hatte es nicht nach einer weiteren Kooperation ausgesehen. Es ging um Geld, Garantien und Kompetenzen - kurzum: Beide Parteien wollten den größtmöglichen Einfluss und Profit für sich. Um jeden Preis wollte Waldenfels das letzte dem DTB gebliebene "Filetstück" nicht hergeben.
Geld verdienen konnten beide Seiten in diesem Jahr noch nicht. Das Minus soll zwischen 300.000 und 500.000 Euro betragen haben, Beckers Garantie von 1,5 Millionen Euro schon abgezogen.
"Wir wollen versuchen, dieses Turnier zu stabilisieren und für alle Beteiligten wirtschaftlich machen", meinte Becker und sprach damit das noch immer drückenden Finanzproblem an. Denn ohne Sponsoren, die auch Becker in diesem Jahr nicht gewinnen konnte, ist der zu den weltweit wichtigsten Turnieren zählende Rothenbaum zum Sterben verurteilt. | |
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