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Hamburg Web > Magazin > Politik > Feinstaub in Hamburg

Hamburg und der Feinstaub

erschienen am 31.03.2005 - Keine Kommentare
Tags: Umweltschutz Umwelt Umweltverschmutzung Feinstaub


Bereits im September 1996 traf der Europäische Rat eine wegweisende Entscheidungen in Bezug auf die Reduzierung von Abgasen, Staub- und Rußpartikeln. Die verabschiedete Luftqualitätsrahmenrichtlinie fand damals nur wenig Beachtung.

Jetzt acht Jahre nach der Verabschiedung der Richtlinien, verursacht die Verordnung erstmals grossen Wirbel, denn es wird nicht einfach sein sich an die Richtlinien zu halten, die auch in Deutschland Gesetz sind. Die Nichteinhaltung der Verordnungen kann harte Strafe zur Folge haben. Zeitweilige Stillegungen von Industriebetrieben, kurzfristige verhängte Tempolimits oder der Ausschluss von PKWs und LKSs aus den Innenstädten könnten Folgen sein.

Besonders gefährlich für die Menschen ist der sogenannte Feinstaub, der bei einer Größe von 10 Mikrometer bis 0,1 Mikrometer nicht mit dem Auge zu sehen ist. Die feinen Partikel setzen sich in der Lunge des Menschen fest. Die Partikel verursachen Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs. Nach Berechnungen der WHO wird die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland durch Feinstaub um 10,2 Monate reduziert.

Der Grenzwert für die erlaubte Feinstaubbelastung liegt bei 50 Mikrogramm / m3 im Tagesmittel, der nicht an mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. Das Jahresmittel wurde auf 40 Mikrogramm / m3 begrenzt.

Um die festgelegten Immisissionsgrenzwerte einhalten zu können müssen Bund, Länder, Industrie und Bürger zahlreiche Maßnahmen ergreifen. Einer der wichtigsten Maßnahmen ist, dass Dieselfahrzeuge mit moderner Rußfiltertechnik ausgerüstet werden, die bereits entwickelt und vorhanden ist, aber noch nicht serienmäßig im Einsatz ist.

In Hamburg ist die gemessene Feinstaub-Belastung im Verhältnis zum Bundesdruchschnitt relativ gering. Kritiker monieren allerdings, dass die Schadstoffbelastung meist an verkehrsarmen Punkten gemessen wird und die Werte somit nicht vergleichbar mit anderen Städten seien.

Gemessen wird die Feinstaubbelastung in Hamburg an 13 Orten. An der Habichtstraße wurde der Richtwert in diesem Jahr bereits 14 mal, an der Sternschanze 10 mal und 9 mal in Billstedt überschritten. Durch die Seewindlage steht Hamburg allerdings im Vergleich zu anderen Städten besser da, weil der Feinstaub durch den Wind weggeweht wird.

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