 |
 |
|
|
|

Nach einer dürftigen Saison 03/04, die immerhin noch zur Teilnahme am UI-Cup berechtigte, hat der HSV zurück in die Erfolgsspur gefunden. Wenige Spieltage vor Ende der Saison stehen die Hamburger auf einem Uefa-Cup-Platz und haben die Champions League in Sichtweite. Der Effekt von Trainerwechseln ist in der Bundesliga umstritten. Meist reicht es nach der Einstellung eines neuen Übungsleiters zu einigen ordentlichen Spielen, anschliessend verpufft dann jedoch die Wirkung des neuen Manns an der Seitenlinie. Anders beim HSV: Nach dem Rausschmiss von Klaus Toppmöller nach der 0:2 Heimpleite gegen Bielefeld, wurde Thomas Doll vom Amateur- zum Profitrainer befördert. Die Ausgangslage für Thomas Doll war denkbar schlecht. Der Bundesligadino stand nach dem 8. Spieltag auf dem letzten Spieltag. Nach mehreren Rotationen hatte bis auf Torwart Pieckenhagen kein Spieler eine feste Position und das nächste Spiel sollten die bis dahin auswärtsschwachen Hamburger bei der Borussia in Dortmund austragen. Was nun folgte ist bekannt: Mit einem 2:0 in Dortmund wurde der erste von zahlreichen Auswärtssiegen eingefahren und in der Tabelle erfolgte ein Durchmarsch fast bis an die Tabellenspitze. Auf dem Weg nach oben wurden Gegener wie Stuttgart oder Leverkusen geschlagen. Die wenigen Niederlagen gegen Schalke, Bayern, Berlin oder Hannover konnten die jetzt stabile Doll-Truppe nicht zurückwerfen. Sicherlich gibt es zahlreiche Geheimnisse des Erfolges, einige Schritte auf dem Weg zum Erfolg sind jedoch offensichtlich. Thomas Doll sorgte dafür, dass die Spieler wieder auf ihren angelernten Positionen spielten. Sergej Barbarez rückte aus der Innerverteidiung wieder hinter die Spitzen, Khalid Boularouz bildet mit Daniel van Buyten die beste Innenverteidigung der Liga. Auf der linken Aussenbahn versucht der Newcomer Klingbeil für Ordnung zu sorgen. Paul Beinlich schaltet und waltet im Mittelfeld, Raphael Wicky räumt vor der Abwehr auf. Im Sturm hat Benjamin Lauth nach seiner langen Verletzungspause zur Treffsicherheit gefunden. Problemfälle wie Christian Rahn und Stefan Kling wurden in der Winterpause an Vereine in der zweiten Liga abgegeben. Probleme gibt es noch auf der Position im Tor. Hier versucht seit kurzer Zeit Stefan Wächter sein Glück. Neuzugang Emile Mpenza war in den vergangenen Wochen vom Verletzungspech vefolgt und will sich nun seinen Platz in der Startelf zurückerobern. Das Restprogramm der Rothosen wirkt auf den ersten Blick lösbar. Zu Gast sind noch die letzten Drei der Tabelle, die schon quasi abgestiegen sind. Schwere Aufgaben warten auf Schalke und im Heimspiel gegen den Meister Werder Bremen. Mehr zum Thema HSV lesen Sie tagesaktuell im Blog HSV Chronik. |