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| Auch viele Kirchen bieten am Tag des offenen Denkmals ein besonderes Programm. |
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Der Tag des offenen Denkmals ist eine bundesweite Veranstaltung, an der sich im vergangenen Jahr 2010 mehr als 7500 Denkmale beteiligten und zugänglich gemacht wurden und dabei über 4,5 Millionen Besucher begrüßen konnten. Das Event findet im Rahmen der "European Heritage Days" statt, die 1991 auf Anregung des Europarates gegründet wurden. Der Sinn dieser sich den Denkmalen widmenden Tage ist es, das Interesse für Denkmalpflege in der Bevölkerung zu wecken oder zu steigern, den Bürger für die historischen Bauten seines Landes zu sensibilisieren. Nahezu jedes europäische Land veranstaltet einen oder mehrere dieser Denkmal-Tage.
In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals, der in Hamburg vom 09. - 11. September 2011 stttfindet, unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert". Gerade dieses Jahrhundert prägte die Hansestadt immens. Der große Brand von 1842 hatte große Teile der heutigen Innenstadt stark in Mitleidenschaft gezogen und teilweise vollkommen zerstört, so dass eine komplette Neustrukturierung notwendig wurde. Als 1860 die sogenannte Torsperre fiel, konnte sich Hamburg endlich ausbreiten und über sich und die Alster hinauswachsen. Neue Stadtteile wurden erschlossen, die Stadt wuchs ab diesem Zeitpunkt fortwährend.
Im Rahmen des Denkmalstages werden auch Gebäude zugänglich gemacht, deren Türen üblicherweise verschlossen bleiben. So kann man in der Altonaer Altstadt den Eiskeller unter der Lessers Passage besichtigen, von dem man vermutet, dass er dem damaligen Altonaer Stadttheater als Lager- und Kühlraum diente. Während des zweiten Weltkrieges wurde er, wie so viele andere historische unterirdische Räumlichkeiten, zum Luftschutzraum umgebaut und -funktioniert. Er wird an beiden Tagen jeweils von 10.00 - 18.00 Uhr geöffnet sein und neben einer Weinverkostung auch eine Kunstausstellung zeigen. Eiskeller, Lessers Passage 4, Altona-Altastadt.
Einen Einblick in die Geschichte Hamburgs während der Industrialisierung gewährt die ehemalige "Fabrik der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie von 1871", die heute das Museum der Arbeit beherbergt. In kostenfreien Führungen wird veranschaulicht, wie Fabrikhof, Kesselhaus und Zinnschmelze zu damaligen Zeiten genutzt wurden. Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, Barmbek.
Südlich der Elbe in Harburg öffnet eine weitere ehemalige Fabrik ihre Pforten. In den, ursprünglich die Phoenix-Gummiwerke beherbergenden, Hallen von 1856 befindet sich seit dem Jahr 2001 die "Sammlung Falckenberg". Der Unternehmer und Sammler ließ die Räumlichkeiten zu einem Ausstellungshaus umbauen und zeigt im Rahmen des Denkmalstages gemäß des Mottos die Ausstellung "Atlas. How to Carry the World on One‘s Back". Sammlung Falckenberg, Wilstorfer Straße 71, Sonntag 11.00 + 15.00 Uhr, nur nach Anmeldung an besuch@sammlung-falckenberg.de oder Tel.: 040 32506762
Eine Denkmalführung vollkommen anderer Art, startet am Sonntag um 14.00 Uhr in der Mönckebergstraße. Unter dem Leitspruch "Das soll ein Denkmal sein?" gewähren Denkmalpfleger Einblicke in ihre alltägliche Arbeit. Wie groß ist ihr Anteil an dem heutigen Gesicht der Innenstadt? Welche städteplanerischen Kompromisse mussten zugelassen und welche konnten zum Wohle des Denkmals verhindert werden? Zwischen Kontorhäusern, der St. Petrikirche, Nachkriegsbauten am Jungfernstieg bis hin zum Valentinskamp wird vom "Stattreisen Hamburg e.V." Informatives vermittelt. Führung Sonntag, 14.00 Uhr, Treffpunkt U-Bahn Mönckebergstraße, Eingang Spitaler Straße, Innenstadt.
Die hier vorgestellten Termine sind nur ein winziger Bruchteil eines Programms, an dem sich über 100 Denkmale in Hamburg beteiligen. Die Angebote sind kostenfrei. Bitte beachten Sie das Programm und dabei die variierenden Öffnungszeiten.
Tag des offenen Denkmals Hamburg 09. - 11. September 2011 hamburgweit
Mehr Info und das vollständige Programm finden Sie HIER. |