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Hamburg Web > Magazin > Politik > Winterfolgen in Hamburg

Die Folgen des harten Winters: Hamburger Verkehrsteilnehmer im Härtetest

erschienen am 13.04.2010 - Keine Kommentare
Tags: Eis Freibad Winter Strasse Schlagloch

Nach dem Spaß auf dem Alstereis kämpft Hamburg nun mit den Winterfolgen.
Nach dem Spaß auf dem Alstereis kämpft Hamburg nun mit den Winterfolgen.

Keine Frage: Der vergangene Winter war nicht nur in der Hansestadt einer der kältesten Winter seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Alster war zugefroren; dem Bundesland Hamburg und anderen Bundesländern ist das Streusalz ausgegangen, was zu eklatanten Preisaufschlägen und Wertsteigerungen innerhalb von kürzester Zeit führte, als gewerbliche Salzhändler die Preise für ihr Produkt innerhalb von kürzester Zeit verfünffachten. Für sie war der Winter zweifellos sehr erfreulich. Die restlichen Hamburger werden diesen Winter jedoch aus anderen Gründen sicherlich nicht so schnell vergessen: Durch das Gefrieren von Wasser – und die damit verbundene physikalische Ausdehnung - in Lücken zwischen Straßenasphalt und Kopfsteinpflaster sind in zahllose Hamburger Hauptverkehrsstraßen Löcher „gesprengt“ worden, die einer Teilnahme am typischen Stadtverkehr das Flair der Rallye Paris-Dakar verleihen.

Als Autofahrer muss man sich tatsächlich um die Achsen seines Autos sorgen, während hingegen Fahrradfahrer aus purem Überlebensinstinkt darauf angewiesen sind, die gewaltigen Schlaglöcher in Hamburger Straßen zu meiden. Und sie werden uns noch längerfristig erhalten bleiben: Weil es so viele sind, darf davon ausgegangen werden, dass die Stadtverwaltung mit der Ausbesserung so schnell nicht hinterher kommen wird. In der Konsequenz hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt die beteiligten Institutionen bereits zu einem „Schlaglochgipfel“ geladen, in dessen Rahmen rund 10 Millionen Euro für die Behebung von Schäden auf den rund 3.600 Straßenkilometern in Hamburg zur Verfügung gestellt worden sind.

Die Mehrausgaben werden bundesweit für die deutschen Kommunen auf einen Betrag in Milliardenhöhe geschätzt und fallen so um das drei-bis Vierfache höher aus als in vergangenen Wintern. Nicht weiter verwunderlich ist in diesem Kontext, dass Mietwagenanbieter eine Zunahme von fast 5 % bei den Schäden an Reifen und Felgen zu verzeichnen hatten. In den Hamburger Freibädern sind ebenfalls noch zahlreiche Winterschäden auszubessern: Kaputte Fliesen und Holzbänke müssen noch instand gesetzt werden, bevor die fünf Hamburger Freibäder zum Start der Sommersaison am 01. Mai eröffnen können.

Als würde dies nicht genügen, hat auch der Hamburger Arbeitsmarkt im Winter eine Vollbremsung hinlegen müssen, um ein Schlagloch zu umgehen – es nützte nichts: Die Arbeitslosenzahlen stiegen im Februar deutlich an. Eine Ironie ist sicherlich darin zu sehen, dass im Umkehrschluss diese Folgen des Winters auch zu einem Auftragsplus in den Auftragsbüchern von Betrieben, die mit der Folgebeseitigung befasst sind – beispielsweise Handwerksbetriebe in den Hamburger Freibädern - führen dürfte.

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