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Hamburg Web > Magazin > Szene & Lifestyle > Filmfest Hamburg Iran Kino Vorstellung

19. Filmfest Hamburg startet im September

von Sabrina Hirche
erschienen am 01.09.2011 - Keine Kommentare
Tags: Kino Festival Film Filmfest Vorführung Programm

Volle Säle beim Filmfest Hamburg, (c) by Filmfest Hamburg / Martin Kunze
Volle Säle beim Filmfest Hamburg © Filmfest Hamburg / Martin Kunze

Die Geschichte des Filmfest Hamburg geht bereits auf die 1950er Jahre zurück. Damals fanden die ersten Hamburger Filmtage statt, die von der Filmwirtschaft gemeinsam mit verschiedenen deutschen Verleihfirmen organisiert wurden. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte schlossen sich immer wieder junge Filmemacher zusammen, um ein Event rund um den Film und gegen Fremdbestimmung von außen zu initiieren. Seit 1992 besteht das Filmfest Hamburg in der heute bekannten, jährlich stattfindenden Form.

Bei dem diesjährigen 19. Filmfest Hamburg werden Filme aus acht Sektionen gezeigt. Unter ihnen die Sparte "Nordlichter", die Filme zeigt, die sich Hamburg oder Schleswig-Holstein zum Thema gemacht haben oder hauptsächlich dort gedreht wurden. In der Sektion "eurovisuell" werden Filme gezeigt, die im europäischen Ausland großen Anklang fanden. Auch Fernsehproduktionen finden beim Filmfest Hamburg Beachtung und werden unter dem Namen "16:9" gezeigt; die meisten von ihnen als Welturaufführung. Seit neun Jahren werden beim "Michel Kinder- und JugendFilmfest" Spiel- und Animationsfilme für junge Cineasten vorgeführt.

Eröffnet wird das Filmfest Hamburg in diesem Jahr mit dem iranischen Film "Auf Wiedersehen" von Regisseur Mohammad Rasoulof. Festivalleiter Albert Wiederspiel wählte dieses Werk ob der "bewegten Zeiten" sehr bewusst, befasst er sich doch kritisch mit dem Regime des Irans. Der Film handelt von der Anwältin Noura, die mit einem Berufsverbot belegt wird, da sich unter ihren Mandanten Regimegegner befinden. Zu Ihrem Ehemann, der als politischer Journalist gesucht wird, hält sie den Kontakt nur per Telefon. Als sie erfährt, dass sie schwanger ist, beschließt sie, das Land zu verlassen und muss sich der Willkür der Behörden stellen, um ein Ausreisevisum zu erhalten.

Dass der Film es überhaupt zum Filmfest Hamburg geschafft hat, ist Freunden des Regisseurs zu verdanken. Er selbst wurde zum Ende des letzten Jahres im Iran verhaftet und unter Hausarrest gestellt. Eine Kopie von "Auf Wiedersehen" konnte außer Landes geschmuggelt werden, und wurde beim Filmfestival in Cannes gezeigt. Die Eröffnungsaufführung beim Filmfest Hamburg wird die Deutschlandpremiere des iranischen Werkes sein.

Das komplette Programm der rund 140 Filme, die während des Festivals gezeigt werden, finden Sie ab Mitte September HIER.
 
19. Filmfest Hamburg
29. September - 08. Oktober 2011
Kinos:
 
Der Vorverkauf startet am 16. September 2011. 


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